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gedanken im durchzug

 
"schüchternheit ist eigentlich nur narzissmus, man macht sich die ganze zeit sorgen darüber, wie man auf andere wirkt, dabei wird man gar nicht so beachtet."

der kampf um das selbstbewusstsein und um das selbstbild. und ein moment, den ich mir merken muss, der moment, in dem ich weiß, wo es lang geht und merke, dass dies nicht ein einzelner, singulärer augenblick ist, sondern durchaus öfter passiert als ich mir zugestehen will. ein gefühl, das ich memorieren muss, in mein gedächtnis einbrennen. und kurz darauf ein fehler: etwas, was ich hätte vermeiden können, weil es eigentlich logisch ist. ein großer dämpfer, und gleichzeitig ein schritt im lernprozess: fehler eingestehen. fehler machen dürfen. fehler sind nicht das ende der welt. wie sollte man sonst jemals etwas lernen?

das leben ist eben keine diskokugel.

irgendwann kommt die zeit, da kann man ein bisschen über den tellerrand hinausschauen, nimmt sich und seine vorstellungen von den menschen und der welt nicht mehr so wichtig. vielleicht es das, was das älterwerden doch halbwegs erträglich macht.

erst wenn man dann keine beziehung mehr hat, merkt man, was eigentlich das wichtigste daran war: dass jemand da ist, der sich all die unwichtigen gedanken und anmerkungen anhört, die einem so über dem tag einfallen. "in der ubahn kann ich nie ruhig in meinem buch lesen, weil ich immer das gefühl habe, dass mir wer über die schulter schaut und mitliest. aber vielleicht hab ich das gefühl auch nur deshalb, weil ich immer wissen will, was die anderen lesen?"

 

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